Paris, mon amour et moi – Ein Reisebericht

Paris, mon amour, die Stadt der Liebe! Und dabei so viel mehr als Eifelturm und Notre-Dame. Dass konnte ich die letzten Tage entdecken, als ich mit meinem Mann diese wunderschöne Stadt erkunden durfte – danke an dieser Stelle an meine tollen Eltern, die das durch ihr Hochzeitsgeschenk für uns möglich gemacht haben!

Und weil Bilder manchmal mehr sagen als Worte, an dieser Stelle mehr Bild als Schrift. Viel Spaß beim Durchsehen 🙂

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Freizeit – und nun?

Nachdem mich die letzten Tage der Prüfungsstress vom Schreiben abgehalten hat, habe ich nun meine allerletzte Prüfung in meinem Studentenleben hinter mir (abgesehen von der Abschlussarbeit) und das heißt, die nächsten Tage bin und habe ich frei!
Was für ein merkwürdiges Gefühl! Ich war die letzten Tage, Wochen, Monate so beschäftigt mit Hausarbeiten schreiben, Masterarbeitsstudie durchführen, Hochzeitsvorbereitungen, Lernen und sozialen Beziehungen pflegen, dass ich jede winzig kleine freie Sekunde geschätzt, aber oft müde rumgammelnd auf dem Sofa verbracht habe…
Und jetzt habe ich plötzlich ganz viele von diesen freien Sekunden – und bin völlig überfordert damit. Keine ungeschriebenen Seiten, keine ungelernten Buchkapitel, keine unbearbeiteten To-Do-Listen…. was mach ich denn jetzt?! Typisch Workaholic?!

Ist das nicht traurig? In unserer hektischen und schnelllebigen Welt hetzen wir oft umher, von einem Termin zum nächsten, ständig unter Druck und merken dabei oft gar nicht, wenn wir mal eine Pause bräuchten. Wenn wir dann doch mal eine haben, wissen zumindest wir Workaholics im ersten Moment damit gar nicht wirklich etwas anzufangen. Urlaub schön und gut, wenn man reist, tut man ja weiß, aber einfach so frei, zu Hause? Sehr herausfordernd!

Meist bin ich nach einem richtigen „Gammel-Sonntag“ sehr zwiegespalten: irgendwie war es schön, mal nichts zu tun und die Seele baumeln zu lassen, andererseits war ich fast so unproduktiv wie das Sofa selbst, auf dem ich den ganzen Tag lag. Doch „ausruhen“ kann ja auch mehr bedeuten, als nur gammelnd auf dem Sofa zu liegen – oder?

20150809_155612Vielleicht sollten wir uns einmal diese Steine als Vorbild nehmen: Sie sind die Ruhe selbst. Egal was kommt, sie ruhen in sich selbst, lassen sich durch nichts erschüttern. Sie haben also eine innere Ruhe.

Auch die Bibel gibt hilfreiche Tipps zur ruhenden Freizeitgestaltung und liefert einige gute Gründe, warum wir Ruhe brauchen. Hier ein paar biblische Beispiele, warum und wie man sich erholen kann.

1) Gott selbst ruhte nach seiner Masterarbeit, dem Meisterwerk Schöpfung, erst einmal aus (1. Mose 2,2) Zur Erinnerung daran sollen auch wir am siebten Tag der Woche – oder wenigstens einen Tag die Woche – ebenfalls ruhen. Diesen Ruhetag sollen wir für uns nutzen, um wieder neue Kraft zu tanken. (Markus 2, 27)

2) Ein Psalmbeter sehnt sich danach, einfach davonzufliegen und Ruhe zu finden (Psalm 55,7). Wie wäre es also mal mit einer kleinem Urlaubsreise, einem Kurztrip? Es muss ja nicht gleich das Flugzeug sein, Bahn, Auto oder selbst Rad helfen auch schon.

3) Ausruhen nach einer langen Wanderung, einer sportlichen Aktivität oder auch einfach einem langen Arbeitstag ist wunderbar und nötig. Das ging schon den Menschen so biblischen Zeiten so. (Esra 8,32)

4) Nicht nur unser Körper braucht ab und an Ruhe, auch unserer Seele tut es gut, einmal ganz still werden zu können, die Unruhe und Umtriebigkeit ablegen zu können. Stille und Ruhe sind mehr als die Abwesenheit von Geräuschen und äußeren Terminen – sie sind ein innerlicher Zustand. Schon David wusste um die Wichtigkeit einer ruhigen Seele (Psalm 131,2 und Psalm 62, 2 und 6)

5) Selbst Jesus brauchte manchmal Zeit für sich. Wenn ihm alles zuviel wurde, fuhr er weg von der Menschenmenge, um Zeit in der Stille zu verbringen. Oft hält diese Ruhe nicht lang, weder bei Jesus noch in unserem Alltag, doch einen kleinen Moment können wir uns doch dem Stress entziehen. (Matthäus 14,13)

Es gibt also genügend Gründe, sich einmal eine Pause vom Alltag und ein bisschen Ruhe zu können. Und weil das so ist, fliege ich jetzt erst einmal in den Urlaub. Ihr hört nächste Woche wieder von mir, dann hoffentlich mit ein paar hübschen Bildern.

Ciao, Salut, Au Revoir, Arividerci, Goodbye, Auf Wiedersehen…

Alles gemeinsam (einsam)

Heute mal ein eher beratungspsychologischer Text – ich muss ja meinem Studienfach gerecht werden 😉 Vielleicht hilft es ja dem einen oder anderen gerade. Und für die Singles: das kann auch für gute Freundschaften oder andere Beziehungen gelten 😉

Als Paar läuft man schnell Gefahr, sich vom Rest der Welt abzukapseln. Soziale Beziehungen zu anderen und Freundschaften geraten dann schnell in den Hintergrund, denn man hat ja sich. Gleichzeitig scheint es manchmal so, als ob Paare in einer Art Symbiose miteinander verschmelzen – eigene Hobbys werden dann unwichtig, man unternimmt nur noch alles gemeinsam.
Ich beobachte das vor allem im Urlaub: dort gibt es die spezielle Gattung „Radfahrer im Einheitslook“ – radelnde Paare, die sich exakt die gleiche praktische Funktionskleidung gekauft haben. Und das ganz egal, ob pink auch ihm steht oder nicht.

Foto: http://www.maja-langsdorff.de/einsill.jpg
Foto: http://www.maja-langsdorff.de/einsill.jpg

Prinzipiell ist gegen das „Alles gemeinsam“-Prinzip nichts einzuwenden. Es ist sogar sehr schön und wichtig für jede Beziehung, Zeit nur mit dem Partner zu verbringen: Zu reden, zärtlich zueinander zu sein, zusammen zu lachen, gemeinsamen Interessen nachzugehen und Erlebnisse zu teilen.

Problematisch wird es dann, wenn daraus ein „gemeinsam einsam“ wird. Wenn es mal kriselt in der Beziehung oder der Partner zeitlich oder räumlich nicht verfügbar ist, und niemand anderes (mehr) da ist, dann kann aus der himmlischen Zweisamkeit schnell höllische Einsamkeit werden.
Daher ist es wichtig, sich zwar gemeinsamen Hobbys und Freundeskreisen zu widmen (Stichwort Pärchenabende), aber sich auch gegenseitig Freiraum zu lassen, eigenen Hobbys nachzugehen, selbst soziale Beziehungen zu alten Freunden aufrechtzuerhalten etc. Sich Zeit für sich selbst zu nehmen, ganz ohne den anderen.

https://jochenteuffel.wordpress.com
Foto: https://jochenteuffel.wordpress.com/2014/03/30/gilt-fur-kirchenausgetretene-wirklich-das-gesetz-wir-mussen-drausen-bleiben/

Aber Vorsicht – nicht bei jedem ist das Bedürfnis nach einer solchen partnerfreien Zeit gleich stark ausgeprägt. Während die einen mehr auf der „alles gemeinsam“-Seite stehen, fürchten sich die anderen eher vor dem „gemeinsam einsam“. Und manchmal wechselt man die Seiten auch im Laufe des Lebens. Wichtig: der eine Partner darf dann nicht das Gefühl haben, von einer Schlingpflanze umklammert und erdrückt zu werden, und der andere darf sich nicht wie ein ausgesetzter Hund vor einem „Ich muss draußen bleiben“-Schild fühlen.

IMG_2216Im hektischen Alltag passiert es vielleicht auch schnell, dass man „gemeinsam einsam“ ist, weil man zu viel getrennt voneinander unternimmt – der Beruf, die Familie, ehrenamtliche Engagements, all das fordert Zeit und wenn man abends fix und fertig nach Hause kommt, bleiben kaum noch Kapazitäten für den Anderen übrig. Dann verbringt man zwar noch ein wenig Zeit zweisam, ist aber trotzdem einsam, weil man die Zeit neben- statt miteinander verbringt. Hier ist dann statt der „Zeit für sich“ eher „Zeit für uns“ gefragt. Sich bewusst Zeit für den anderen zu nehmen, zuzuhören, zu verstehen, nachzufragen, interessiert und ehrlich zu sein.

Wo auch immer man gerade steht und mit welcher „gemeinsam einsam“-Problematik man mehr zu kämpfen hat – Balance und Kommunikation sind gute Stichwörter zur Lösung.

Von Sonne, Liebe und Wolken

IMG_0413Was für ein schöner Satz! Ist es nicht wunderbar, jemanden zu haben, dessen Liebe wärmt wie eine Sonne und durch jede stürmisch-schwere Zeit hindurchträgt?

Diese Zeile stammt aus einem christlichen Lied („Großer Gott“ von Arne Kopfermann), das mir in letzter Zeit nicht mehr aus dem Kopf geht. Natürlich ist für den Autor ganz klar, wer seine Sonne, Licht-, Wärme- und Lebensquelle ist, die in jeder noch so dunklen Sturmwolke bei ihm ist: Gott. ER lässt uns nie allein.
Doch er stellt uns auch Menschen an die Seite, Freunde und Familie, die uns manchmal stellvertretend für ihn wärmen und tragen.  Ich wünsche jedem Menschen, dass er oder sie eine Sonne und einen Träger in der Not im Leben findet. Ich bin so dankbar für all die unheimlich wertvollen, besonderen, lieben Menschen in meinem Leben – meinen Mann, meine Familie, meine Freunde. Geschenke Gottes, auf die ich mich in allen Wolkenfronten und Kältezonen verlassen kann.

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Schenk mir Geduld, (aber zackig)!

Kennt ihr das, wenn man als Kind voller Vorfreude und noch größerer Ungeduld auf ein schönes Ereignis hingefiebert hat – den eigenen Geburtstag, Weihnachten, einen Ausflug? Die Zeit konnte gar nicht schnell genug vergehen und schien gleichzeitig stehen zu bleiben. Man war aufgeregt, weil man nicht genau wusste, was einen erwartet.

Abwarten und Tee trinken? - Danke, nicht mit mir!
Abwarten und Tee trinken? – Danke, nicht mit mir!

Ich bin auch heute noch kein besonders geduldiger Mensch. Das Wort „Geduld“ existiert in meinem Wortschatz eher als „Ge…was?“ und Warten ist nicht gerade meine Lieblingsbeschäftigung. Ich plane Reisen detailliert durch, um nicht eine unnötige Minute auf den Bus/Zug/Flug warten zu müssen – das heißt, entweder fahre ich auf die letzte Sekunde los oder ich nutze die nicht zu vermeidende Wartezeit sinnvoll. Warten auf eine Entscheidung von anderen, untätig herumsitzen, bis etwas passiert, und Tee trinken? Nein danke, nicht mit mir (obwohl gegen einen gut zubereiteten Tee wahrlich nichts einzuwenden ist). Aber auf die dazugehörige Unsicherheit und Ungewissheit verzichte ich ebenfalls gern.

In letzter Zeit stehe ich in diesem Punkt allerdings vor einer echten Herausforderung, die mich dazu zwingt, das Wort G-E-D-U-L-D endlich mal buchstabieren zu lernen und neu zu verstehen, was es bedeutet. Es stehen einige Entscheidungen an, die – je nachdem – größere Veränderungen mit sich bringen könnten. Aber ich habe alles getan, was ich zu diesen Entscheidungen beitragen kann und nun liegt alles weitere nicht mehr in meiner Hand. Nun kann ich nur warten, hoffen und beten, dass alles gut wird.

Doch ich merke, es gibt auch etwas Positives, denn das ist der Punkt, an dem Gott mich gerade verändert. Glücklicherweise sind wir Menschen ja lernfähig und veränderbar und nicht dazu bestimmt, unser ganzes Leben lang starr so zu bleiben, wie wir sind. Unser Schöpfer und Bildhauer möchte immer wieder an und in uns arbeiten, uns immer mehr zu den Menschen formen, die wir in seinen Augen sein können, nach seinem Ebenbild. Doch dazu müssen wir ihn auch an uns arbeiten lassen. Und genau hier und jetzt, wenn es um Geduld, Vertrauen, Hoffnung und Glaube geht, verändert mich Gott und arbeitet an mir. Ich vertraue, dass sich alles zur richtigen Zeit fügen wird. Ich werde immer offener, diese Veränderungen auch zuzulassen und so hoffe ich, dass sich mein Gebet bald wandelt: Statt „Schenk mir Geduld, aber zackig!“ heißt es dann „Danke, dass du mir Geduld schenkst, lass uns abwarten und Tee trinken“.

Lesetipps aus der Bibel:

Wer geduldig ist, der ist weise; wer aber ungeduldig ist, offenbart seine Torheit. (Sprüche 14,29, nach Luther)

Ein Geduldiger ist besser als ein Starker und wer sich selbst beherrscht, besser als einer, der Städte gewinnt. (Sprüche 16,32, nach Luther)

Vertraue auf den Herrn! Sei mutig und tapfer und hoffe geduldig auf den Herrn! (Psalm 27,14, nach Neues Leben Übersetzung)

Freut euch auf alles, was Gott für euch bereithält. Seid geduldig, wenn ihr schwere Zeiten durchmacht, und hört niemals auf zu beten.(Römer 12,12, nach Neues Leben Übersetzung)

Da Gott euch erwählt hat, zu seinen Heiligen und Geliebten zu gehören, seid voll Mitleid und Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftheit und Geduld. (Kolosser 3,12, nach Neues Leben Übersetzung)

Und ihr sollt wissen, liebe Freunde, dass ein Tag für den Herrn wie tausend Jahre ist und tausend Jahre wie ein Tag. (2. Petrus 3,8, nach Neues Leben Übersetzung)

Verbindung gesucht…

Szenario 1: Ich sitze im Zug, mit meinem Handy in der Hand, und möchte eine Nachricht beantworten oder etwas Wichtiges googlen. Ich warte, warte und warte noch einmal – kein Balken in der oberen Display-Ecke zu sehen, keine H- oder E-, noch nicht einmal eine G-Verbindung ist möglich. Mobile Daten nützen mir mitten in der Pampa also nichts und W-Lan im Zug – Fehlanzeige? Keine Verbindung möglich…

Szenario 2: Ich bin mit meinem Mann unterwegs und wir setzen uns nebeneinander auf eine Bank. Je nach Temperatur der Umgebung liegt dann meistens sein Arm um meine Schulter (Winter), unsere Hände sind ineinander verschränkt (Frühjahr/Herbst) oder manchmal berühren sich auch nur unsere Fingerspitzen (Sommer). Aber wir haben fast immer eine (wenn auch nur minimale) körperliche Verbindung zueinander. Zu wissen und zu spüren, der andere ist da, das gibt ein Gefühl von Nähe, Sicherheit und Geborgenheit. Verbindung möglich und nötig…

Ich habe mich gefragt, wie ist das mit meiner Beziehung zu Gott? Suche ich da auch täglich, in jeder Sekunde, zumindest eine minimale Verbindung? Brauche ich seine Nähe, um mich sicher und geborgen zu fühlen? Oder habe ich kein Problem damit, wenn mal kein Netz verfügbar ist und die Verbindung nicht hergestellt werden kann?
Wir können Gott oft nicht körperlich spüren oder ihn gar sehen, aber eine Verbindung zu ihm ist jederzeit und überall möglich. Vor allem im Gebet, aber auch durch Bibellesen oder das Singen von Liedern stellen wir eine Verbindung zu unserem Schöpfer, Vater und Retter her. Und die hat sogar eine superschnelle, überall verfügbare HG-Geschwindigkeit – die „Heiliger Geist“-Verbindung. Denn durch diesen Heiligen Geist können wir Gott in unserem Leben spüren und er ist unser berühmter, sprichwörtlicher „Draht nach oben“.

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Ich will dir Mut machen, in deinem Alltag mehr die Verbindung zu Gott zu suchen. Schalte nicht auf Offline-Modus, sondern stell den Draht immer wieder her. Auch, wenn das Empfangssignal mal schwach ist und das Netz zusammenzustürzen droht. Gott will immer mit dir verbunden sein und dir Leben im Überfluss schenken. Verbindung lebenswichtig…

Jesus spricht: „Bleibt in mir, und ich werde in euch bleiben. Denn eine Rebe kann keine Frucht tragen, wenn sie vom Weinstock abgetrennt wird, und auch ihr könnt nicht, wenn ihr von mir getrennt seid, Frucht hervorbringen.“ (Johannes 15,4)

„Ich habe euch genauso geliebt, wie der Vater mich geliebt hat. Bleibt in meiner Liebe.“ (Johannes 15,9)