Türchen 22: Die Komponenten der Liebe

Vor 2 Tagen habe ich euch Hectors kleine Liebesblüten vorgestellt. Und da das Thema so gut zu Weihnachten als Fest der Liebe passt, gibt es heute noch mehr Erkenntnisse aus „Hector und die Geheimnisse der Liebe“. Türchen 22: Die Komponenten der Liebe weiterlesen

Türchen Nr. 20: Buchtipp mit Liebeslektionen

liebe-lichtfarben-adventskalender
Liebe kann viele Gesichter haben… welches hat sie für euch?

Nach den Türchen 3 und Türchen 10 ist nun ein weiteres Buch aus der „Hector“-Reihe der Inhalt des heutigen Türchen: „Hector und die Geheimnisse der Liebe“.

Was ist für euch Liebe? Was sind eure Erfahrungen mit der Liebe und welche Lektionen habt ihr vielleicht für euch schon gefunden? Und was haltet ihr von Hectors Lektionen?

Hier ist Hectors Liste, er nennt seine Lektionen dieses Mal „Kleine Blüte“:

  • Kleine Blüte Nr. 1: Ideale Liebe wäre, wenn man sich niemals streitet.
  • Kleine Blüte Nr. 2: Mit den Menschen, die man am meisten liebt, streitet man sich manchmal am meisten.
  • Kleine Blüte Nr. 3: Seine Liebe muss man sich erkämpfen.
  • Kleine Blüte Nr. 4: Wahre Liebe ist, wenn man keine Lust verspürt, untreu zu werden.
  • Kleine Blüte Nr. 5: Wahre Liebe ist, wenn man nicht untreu wird (selbst wenn man Lust darauf verspürt).
  • Kleine Blüte Nr. 6: Wahre Liebe ist, wenn man immer errät, worauf der andere Lust hat.
  • Kleine Blüte Nr. 7: In der Liebe ist es wunderbar, wenn der andere Ihre Wünsche errät, aber Sie müssen ihm manchmal auch zu helfen wissen, indem Sie diese Wünsche aussprechen.
  • Kleine Blüte Nr. 8: Sexuelles Verlangen ist für die Liebe notwendig aber nicht immerzu.
  • Kleine Blüte Nr. 9: Entzugserscheinungen sind ein Beweis für Liebe.
  • Kleine Blüte Nr. 10: Das sexuelle Verlangen der Männer schafft viele Höllen.
  • Kleine Blüte Nr. 11: Eifersucht ist mit Liebe untrennbar verbunden.
  • Kleine Blüte Nr. 12: Die Liebesleidenschaft kann bei ständigem Zusammenleben der Partner ein Alter von achtzehn bis sechsunddreißig Monaten erreichen.
  • Kleine Blüte Nr. 13: Liebesleidenschaft ist oft schrecklich ungerecht.
  • Kleine Blüte Nr. 14: Selbst wenn sie verliebt sind, träumen Frauen immer noch gern von der romantischen Liebe.
  • Kleine Blüte Nr. 15: Wenn Liebende einander wirklich verstehen würden, dann liebten sie sich vielleicht nicht mehr.
  • Kleine Blüte Nr. 16: Eifersucht ist untrennbar mit dem sexuellen Verlangen verbunden.
  • Kleine Blüte Nr. 17: Eifersucht ist ein Beweis für gefühlsmäßige Bindung.
  • Kleine Blüte Nr. 18: Liebe ist, wenn man sofort fühlt, dass der andere unglücklich ist.
  • Kleine Blüte Nr. 19: Sollte Liebe eine Mischung aus Eigeninteresse und Emotionen sein?
  • Kleine Blüte Nr. 20: Liebe heißt, die Schönheit des anderen noch zu erkennen, wenn die übrigen sie schon nicht mehr sehen.
  • Kleine Blüte Nr. 21: Liebe zeigt sich in den Prüfungen des Schicksals.
  • Kleine Blüte Nr. 22: Liebe ist, wenn man zu lächeln beginnt, sobald man den anderen sieht.
  • Kleine Blüte Nr. 23: Die Liebe ist wie eine Drehtür; man taumelt immerzu im Kreis herum, aber nie schafft man es, wirklich zusammen zukommen.
  • Kleine Blüte Nr. 24: Wenn man sich vor den Wunden der Liebe schützen will, ist nichts besser als eine richtige Mission.
  • Kleine Blüte Nr. 25: Liebe heißt, dass man zu träumen weiß und dann wieder aufzuhören weiß mit dem Träumen.
  • Kleine Blüte Nr. 26: Lieben heißt verzichten.
  • Kleine Blüte Nr. 27: Liebe bedeutet, dass man sich für eine Liebe entscheidet.

Türchen Nr.1: "Ich liebe dich" – nur wie?

„Ich liebe dich“ – nur wie? Zur Advents- und Weihnachtszeit möchten wir unseren Lieben ganz besonders zeigen, dass und wie sehr wir sie lieben. Seit Monaten ausstehende Besuche werden erledigt und bei Musik und Lichterkettenschein wertvolle Zeit miteinander verbracht. Wir dekorieren unsere Wohnungen festlich, laden Freunde und Familie ein, bereiten in der Küche das perfekte Dinner zu, lachen, reden und feiern miteinander.

Doch vor allem beschenken wir einander, um unsere Zuneigung und Liebe zueinander auszudrücken und dem anderen eine Freude zu machen. Wochen vor dem großen Tag sind die Einkaufszentren überfüllt, die Paketdienste ausgelastet, die Käufer gestresst und die Köpfe rauchend – was ist das perfekte Geschenk für die (Schwieger-)Eltern, die Geschwister, den Partner, die beste Freundin… Vom selbstgemachten Fotobuch bis zum riesigen Flachbildfernseher ist alles dabei – das Fest der Liebe wird zum Fest der Geschenke. Doch was machen wir den Rest des Jahres? Wie zeigen wir unseren Lieben dann unsere Liebe?

Foto für Die fünf Sprachen der Liebe

Dass es noch mehr Wege gibt, als einander zu beschenken, zeigen die „fünf Sprachen der Liebe“. Sie bezeichnen keineswegs einen Pärchen-Eisbecher mit fünf verschiedenen Eissorten oder eine spezielle Kamasutra-Technik, sondern meinen fünf verschiedene Arten, seine Liebe in Partnerschaften zu zeigen und sich geliebt zu fühlen. Den Begriff prägte der amerikanische Paarberater Gary Chapman. Und wenn ihr euch jetzt fragt, was denn genau diese „Liebessprachen“ sein sollen, gebe ich euch hier einen kurzen Ein- und Überblick.

1) Lob und Anerkennung – „Du siehst heute wieder toll aus“
Menschen, die diese Liebessprache sprechen, fühlen sich durch anerkennende, lobende oder ermutigende Worte geliebt und geben diese auch gern an geliebte Menschen weiter. Komplimente und freundliche Worte sind hier die (Kommunikations-)Mittel der Wahl, aber auch höfliche Bitten spielen in dieser Liebessprache eine Rolle.

2) Zweisamkeit – „Miteinander statt nebeneinander“
Für Menschen mit dieser Liebessprache sind eine intensive Zeit miteinander und das Zusammensein sehr wichtig. Es geht darum, dem anderen seine ungeteilte Aufmerksamkeit schenken und aufeinander zu achten. Tiefgehende Zwiegespräche und gemeinsame Unternehmungen sind die Grundlage dieser Liebessprache.

3) Geschenke – „Nicht nur an Weihnachten“
Hier kommt es nicht auf Form, Farbe, Finanzen oder Größe an – für Menschen, welche Geschenke als Liebessprache bevorzugen, sind Geste und Gedanke dahinter wichtig. Ob die teure Rolex oder das selbstgemachte Fotobuch angemessen sind, muss jeder selbst entscheiden. Geschenke zeigen Liebe ganz praktisch und zum Anfassen. Ein Geschenk jedoch ist nicht käuflich und doch oft viel wertvoller als alle anderen: unsere Anwesenheit. Für den Partner da zu sein, wenn man gebraucht wird, ist unbezahlbar.

4) Hilfsbereitschaft – „Lass dir doch helfen“
Sich gegenseitig zu helfen, wird vor allem in Beziehungen oft als selbstverständlich angesehen. Die Rollenverteilung ist meist schnell klar oder wird aus dem Elternhaus übernommen. Sich für Hilfeleistungen zu bedanken wird schnell als überflüssig angesehen. Natürlich sind manche Aufgaben aufgrund unterschiedlicher Fähigkeiten von Mann und Frau klar verteilt. Dennoch gibt es Menschen, für die es ein ganz besonderer Ausdruck von Liebe ist, sich gegenseitig zu helfen und die dies nicht als selbstverständlich betrachten.

5) Zärtlichkeit – „Ein Kuss sagt mehr als tausend Worte“
Zärtlichkeit ist wohl für viele einer der intuitivsten und deutlichsten Wege, Liebe zu zeigen und sich geliebt zu fühlen. Menschen mit dieser primären Liebessprache achten sehr auf Berührungen, wie klein sie auch sein mögen und schätzen körperliche Nähe und Zuneigung.

Dieser kurze Überblick ist keineswegs erschöpfend, denn wie in jeder Sprache gibt es auch bei den Liebessprachen noch unterschiedliche „Dialekte“ und Unterformen und Menschen können auch mehrere Liebessprachen bevorzugen.

Doch noch einmal zurück zu Weihnachten. Vielleicht können die fünf Sprachen der Liebe auch helfen, diese Zeit der Liebe tatsächlich so harmonisch und besinnlich zu gestalten, wie es uns in der Werbung immer suggeriert wird. Denn Geschenke sind schön und gut – doch bei Weitem nicht der einzige Weg geliebten Menschen Liebe zu zeigen. In diesem Sinne: eine liebevolle Adventszeit!

P.S. Diesen Artikel habe ich für klinkholz.de geschrieben und er wurde dort auch bereits veröffentlicht.

P.P.S: Alle Adventskalender-Türchen-Bilder wurden von Anne von ahnertdesign.de liebevoll gestaltet 🙂

 

Hochzeitswahn(sinn) 2.0

Zum ersten Deutschland-Spiel dieser EM gibt es als Kontrast-Programm mal einen typischen „Frauenpost“ 😉

Noch gut 2,5 Monate, dann heirate ich – schon wieder 🙂 Sehr zur Verwirrung meiner Brautkleidverkäuferin, die dann umso erfreuter war, dass es ein- und derselbe Mann ist, den ich gleich zweimal vor den Traualtar schleppe. Gut, ein wirklicher Altar ist es nur einmal, denn nach unserer (kleinen) standesamtlichen Trauung letztes Jahr folgt dieses Jahr die (große) kirchliche Party.

Hochzeitswahn(sinn) 2.0 weiterlesen

Unerwartet erinnert

Heute schickte mir eine Freundin einen Link, unter dem schöne Orte – sozusagen Geheimtipps – in meiner Stadt zu finden waren.
Nichts ungewöhnliches, solche Beiträge finden sich viele im Internet.
Das Besondere an diesem Beitrag war jedoch, dass ein Bild von dem Ort dabei war, an dem mein Mann und ich geheiratet haben – und dieses Bild auch noch am Tag unserer Hochzeit von einem unserer Freunde geschossen wurde.

DIGITAL CAMERA
So ähnlich sah das betreffende Bild aus 🙂

Darauf zu sehen waren also unser Trauungsort, unser Hochzeitsauto und einige Gäste.
Für mich war das Bild deshalb so überraschend, weil ich es erstens bis dahin noch nie zuvor gesehen hatte und zweitens nicht erwartet habe, in so einem Kontext plötzlich wieder an unsere Hochzeit erinnert zu werden.

Doch ist es nicht oft so im Leben? Wir planen viel und legen uns unser Leben zurecht, doch die meisten Ereignisse geschehen unerwartet. Ein plötzliches Wiedersehen mit einem alten Bekannten, Erinnerungen an längst vergangene Ereignisse, nicht vorhersehbare Veränderungen – all das geschieht, ohne dass wir es erwartet oder geplant haben.

Gestern stieß ich auf einen englischen Singer-Songwriter, Jamie Lawson. In seinem Song „Wasn’t Expecting That“ erzählt er von einer wunderbaren Liebesgeschichte, die genau durch solche unerwarteten Ereignisse entstanden ist – eine Hörprobe gibts hier.

Ich bin eigentlich ein Planungsmensch – ich liebe Kalender, Pläne, To-Do-Listen; sie geben mir Sicherheit. Doch heute war ich sehr froh über das plötzliche Auftauchen dieses Bildes und das erinnert werden. Denn eigentlich machen doch gerade die nicht vorhersagbaren Geschehnisse das Leben aufregend und spannend, oder?

Alles gemeinsam (einsam)

Heute mal ein eher beratungspsychologischer Text – ich muss ja meinem Studienfach gerecht werden 😉 Vielleicht hilft es ja dem einen oder anderen gerade. Und für die Singles: das kann auch für gute Freundschaften oder andere Beziehungen gelten 😉

Als Paar läuft man schnell Gefahr, sich vom Rest der Welt abzukapseln. Soziale Beziehungen zu anderen und Freundschaften geraten dann schnell in den Hintergrund, denn man hat ja sich. Gleichzeitig scheint es manchmal so, als ob Paare in einer Art Symbiose miteinander verschmelzen – eigene Hobbys werden dann unwichtig, man unternimmt nur noch alles gemeinsam.
Ich beobachte das vor allem im Urlaub: dort gibt es die spezielle Gattung „Radfahrer im Einheitslook“ – radelnde Paare, die sich exakt die gleiche praktische Funktionskleidung gekauft haben. Und das ganz egal, ob pink auch ihm steht oder nicht.

Foto: http://www.maja-langsdorff.de/einsill.jpg
Foto: http://www.maja-langsdorff.de/einsill.jpg

Prinzipiell ist gegen das „Alles gemeinsam“-Prinzip nichts einzuwenden. Es ist sogar sehr schön und wichtig für jede Beziehung, Zeit nur mit dem Partner zu verbringen: Zu reden, zärtlich zueinander zu sein, zusammen zu lachen, gemeinsamen Interessen nachzugehen und Erlebnisse zu teilen.

Problematisch wird es dann, wenn daraus ein „gemeinsam einsam“ wird. Wenn es mal kriselt in der Beziehung oder der Partner zeitlich oder räumlich nicht verfügbar ist, und niemand anderes (mehr) da ist, dann kann aus der himmlischen Zweisamkeit schnell höllische Einsamkeit werden.
Daher ist es wichtig, sich zwar gemeinsamen Hobbys und Freundeskreisen zu widmen (Stichwort Pärchenabende), aber sich auch gegenseitig Freiraum zu lassen, eigenen Hobbys nachzugehen, selbst soziale Beziehungen zu alten Freunden aufrechtzuerhalten etc. Sich Zeit für sich selbst zu nehmen, ganz ohne den anderen.

https://jochenteuffel.wordpress.com
Foto: https://jochenteuffel.wordpress.com/2014/03/30/gilt-fur-kirchenausgetretene-wirklich-das-gesetz-wir-mussen-drausen-bleiben/

Aber Vorsicht – nicht bei jedem ist das Bedürfnis nach einer solchen partnerfreien Zeit gleich stark ausgeprägt. Während die einen mehr auf der „alles gemeinsam“-Seite stehen, fürchten sich die anderen eher vor dem „gemeinsam einsam“. Und manchmal wechselt man die Seiten auch im Laufe des Lebens. Wichtig: der eine Partner darf dann nicht das Gefühl haben, von einer Schlingpflanze umklammert und erdrückt zu werden, und der andere darf sich nicht wie ein ausgesetzter Hund vor einem „Ich muss draußen bleiben“-Schild fühlen.

IMG_2216Im hektischen Alltag passiert es vielleicht auch schnell, dass man „gemeinsam einsam“ ist, weil man zu viel getrennt voneinander unternimmt – der Beruf, die Familie, ehrenamtliche Engagements, all das fordert Zeit und wenn man abends fix und fertig nach Hause kommt, bleiben kaum noch Kapazitäten für den Anderen übrig. Dann verbringt man zwar noch ein wenig Zeit zweisam, ist aber trotzdem einsam, weil man die Zeit neben- statt miteinander verbringt. Hier ist dann statt der „Zeit für sich“ eher „Zeit für uns“ gefragt. Sich bewusst Zeit für den anderen zu nehmen, zuzuhören, zu verstehen, nachzufragen, interessiert und ehrlich zu sein.

Wo auch immer man gerade steht und mit welcher „gemeinsam einsam“-Problematik man mehr zu kämpfen hat – Balance und Kommunikation sind gute Stichwörter zur Lösung.

Von Sonne, Liebe und Wolken

IMG_0413Was für ein schöner Satz! Ist es nicht wunderbar, jemanden zu haben, dessen Liebe wärmt wie eine Sonne und durch jede stürmisch-schwere Zeit hindurchträgt?

Diese Zeile stammt aus einem christlichen Lied („Großer Gott“ von Arne Kopfermann), das mir in letzter Zeit nicht mehr aus dem Kopf geht. Natürlich ist für den Autor ganz klar, wer seine Sonne, Licht-, Wärme- und Lebensquelle ist, die in jeder noch so dunklen Sturmwolke bei ihm ist: Gott. ER lässt uns nie allein.
Doch er stellt uns auch Menschen an die Seite, Freunde und Familie, die uns manchmal stellvertretend für ihn wärmen und tragen.  Ich wünsche jedem Menschen, dass er oder sie eine Sonne und einen Träger in der Not im Leben findet. Ich bin so dankbar für all die unheimlich wertvollen, besonderen, lieben Menschen in meinem Leben – meinen Mann, meine Familie, meine Freunde. Geschenke Gottes, auf die ich mich in allen Wolkenfronten und Kältezonen verlassen kann.

IMG_0357

Hochzeitsfieber

Das Hochzeitsfieber ist ausgebrochen:

„Rette sich, wer kann“ rufen die Singles
„Damit lassen wir uns noch Zeit“ versprechen die Verliebten
„Habt ihr euch das gut überlegt“ fragen die lang-Verheirateten
„Hoffentlich fall ich nicht hin“, fleht die Braut
„Ich bin froh, wenn der ganze Stress vorbei ist“, hofft der Bräutigam.

Die Trauzeugen drohen mit Brautentführung, die eigenen Eltern mit Polterabend – so sind zumindest meine Erfahrungen.

Dieses Jahr gibt es in meinem Freundeskreis so viele Hochzeiten wie noch nie, eine regelrechte Wedding-Welle – Jahre später gefolgt vom Baby-Boom.
Doch neben all dem Organisationsstress, den Sorgen um den Ablauf und das Wetter, den Diäten, um am entscheidenden Tag in’s Kleid zu passen – neben all dem ist es manchmal schwer, den Fokus nicht zu verlieren.

„Ja ist ein winziges Wörtchen, doch es ist die schönste Brücke zwischen zwei Menschen“

Das steht auf einer Postkarte in unserem Flur und beschreibt für mich gut, um was es geht. Zwei Menschen sagen „Ja“ zueinander, zu einem Leben zu zweit, dazu, gute und schlechte Zeiten zu teilen, Hand in Hand.

Im Film „Avatar“ sagen die Hauptfiguren nicht „Ich liebe dich“, sondern „Ich sehe dich“

Zwei Menschen sehen und nehmen einander an, mit allen Stärken und Schwächen, Wünschen, Plänen, Hoffnungen, Träumen, mit allen Gedanken, Gefühlen, mit der Vergangenheit und der gegenwärtigen Situation. Bei einer Hochzeit wird genau das bekräftigt. Sei es in Form eines selbstgeschriebenen Versprechens oder eines einfachen „Ja“s.

Ich bin froh, dass bei unserer Hochzeit alles Organisatorische gut geklappt, das Wetter gehalten hat und ich in mein Kleid gepasst habe. Und ich bin dankbar für all die Menschen, die fleißig dabei geholfen haben – doch vor allem fühle ich mich von Gott beschenkt mit einem wunderbaren Menschen an meiner Seite. Für mich ist es ein Segen Gottes, dass ich so jung heiraten durfte – umso länger haben wir Zeit, die „Ja“-Brücke zwischen uns aufrechtzuerhalten und immer weiter und stärker auszubauen.

Hochzeiten sind stressig, aufregend, manchmal nervig – doch auch wunderschön, denn sie bestätigen öffentlich eine der schönsten Erfindungen Gottes: die Liebe.

„Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung und Liebe, diese drei; doch die Liebe ist die größte unter ihnen.“ (1. Korinther 13,13)

„Die Liebe hört niemals auf“ (1. Korinther 13,8a)