Himmelslicht 19.03.2017: Zur Freiheit berufen

Was verbindest du mit dem Wort „Freiheit“? Was bedeutet es für dich, frei zu sein?

Für einige Menschen hat Freiheit eine existenzielle Bedeutung, da frei sein heißt, nicht im Gefängnis zu sitzen. Für andere bedeutet frei, sich endlich aus einer einengenden Beziehung oder von der einschränkenden Familie gelöst zu haben. Manche verbinden Freiheit damit, unabhängig eigene Entscheidungen zu treffen und tun und lassen zu können, was sie wollen.

Tatsächlich finden sich viele Definitionen für Freiheit, die genau diese Aspekte widerspiegeln: „ der Zustand, unabhängig, nicht unterdrückt oder gefangen zu sein“ und „Freiheit bezeichnet die Fähigkeit des Menschen, aus eigenem Willen Entscheidungen zu treffen.“ Wörter wie Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit und Handlungsfreiheit drücken aus, dass wir prinzipiell denken, glauben und tun können, was wir wollen. Und erst die geltende Pressefreiheit ermöglicht es mir, diesen Artikel zu verfassen.

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Vieles im Leben kann uns in Ketten legen.

All dies sind wichtige Aspekte von Freiheit, für die wir dankbar sein sollten, wenn wir sie haben. Aber sie sind noch nicht alles. Ich fühle mich durchaus als freier Mensch und erlebe dennoch in meinem Leben immer wieder Gefangenschaft. Ich lasse zu, dass ich mich selbst behindere und andere mich einschränken durch unbewusste Regeln, Vorerfahrungen und vor allem durch Befürchtungen und Ängste. „Wenn ich dieses oder jenes ausprobiere, was da alles passieren könnte. Ich lasse es lieber.“  oder „Das werde ich sowieso nicht schaffen, meine Mutter hat gesagt, das kann ich nicht, also probiere ich es lieber gar nicht erst.“ oder „Aber das darf man doch nicht, das gehört sich nicht,  was sollen die Leute denken.“ Kommt dir das bekannt vor?

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Wir sind von Gott zur Freiheit berufen!

In der Bibel heißt es, dass wir zur Freiheit berufen sind (Galater 5,13). Jesus starb auch am Kreuz, um uns frei zu machen – frei von unserer Schuld und Sünde, aber auch frei von allen anderen negativen Dingen, die uns in Ketten legen. Frei von Ängsten, schlechten Erinnerungen, Schmerzen und Leiden. Das bedeutet nicht, dass es uns als Christen in diesem Leben immer gut gehen wird. Aber es bedeutet, dass wir alles Schlechte jederzeit an Gott abgeben und ihn bitten können, sich darum zu kümmern. Er will nicht, dass wir uns von negativen Erfahrungen, den Meinungen anderer Menschen über unser Leben oder unseren eigenen Ängsten einschränken lassen.  Jesus möchte, dass wir auf ihn vertrauen und in diesem Vertrauen mutig unseren eigenen Weg gehen – mit ihm als Orientierungspunkt. In Gottes Freiheit dürfen und sollen wir menschliche Regeln und Einschränkungen auch einmal kritisch hinterfragen und näher beleuchten. Sei das in der Gemeinde, der Gesellschaft und im ganz persönlichen Leben. Wir sollen alles Gott hinhalten und genau prüfen. Jesus hat selbst die Ketten des Todes gesprengt. Lassen wir also nicht zu, dass uns in diesem Leben etwas gefangen nimmt – denn wir sind zur Freiheit berufen!

Wie diese Freiheit konkret aussehen kann, zeigt das Lied „Die Freiheit der Kinder Gottes“ sehr schön, welches du hier findest.

Hier ist der Text dazu:

Du machst mich frei von kranker Religion,
von Angst und Menschenfurcht.
Du machst mich frei von meiner Illusion,
von meiner Lebensflucht.

Du machst mich frei, zu staunen wie ein Kind,
das aus Vertrauen lebt.
Du machst mich frei, zu tanzen wie der Wind,
von deinem Geist bewegt.

Das ist die Freiheit der Kinder Gottes,
das ist die Freiheit, die du uns gibst.
Das ist die Freiheit der Kinder Gottes,
so ist die Freiheit, weil du uns liebst.

Du machst mich frei, Versagen zu gestehn,
zu weinen, wenn es schmerzt.
Du machst mich frei, meine Fehler einzusehn,
zu lachen über mich selbst.

Du machst mich frei zu tun, was mein Herz sagt,
auch wenn’s andern nicht gefällt.
Du machst mich frei von dem, der mich verklagt,
vom Urteil dieser Welt.

Du lässt uns Freiheit, selbst zu entscheiden,
Tod oder Leben, Fluch oder Segen.
Du lässt uns Freiheit, dich selbst zu meiden,
doch deine Liebe kommt uns entgegen.

Wo dein Geist ist,
da ist Freiheit,
wo dein Geist ist,
ist keine Furcht.

 

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