Himmelslicht 23.04.17: Bequemlichkeit oder „Nur noch 5 Minuten…“

Sonntagmorgen. Ich habe Gott sei Dank einen Job, bei dem ich Sonntag nicht arbeiten muss, ich habe also frei und könnte ausschlafen. Dennoch klingelt zu viel zu früher Stunde mein Wecker und reißt mich aus meinem wohlig warmen Schlaf. Nachdem ich mindestens 3 Mal mit dem Satz „Nur noch 5 Minuten…“ den Wecker weitergestellt habe, quäle ich mich mühsam aus dem Bett. Warum? Um in den Gottesdienst zu gehen – und das am besten fit, munter und hochmotiviert.
Natürlich wäre es viel gemütlicher und wesentlich bequemer gewesen, im Bett zu bleiben – doch wäre es auch besser gewesen?! Genau da liegt das Problem: Bequemlichkeit ist eine Eigenschaft, die uns schnell von eigentlich guten und richtigen Dingen abhalten kann. Sei es der Gottesdienstbesuch, das aufwendige Kochen gesunder Speisen, das regelmäßige Bibellesen oder das tägliche Workout. Viele Menschen kennen das Problem, eigentlich zu wissen, was richtig wäre, es aber aus Bequemlichkeit nicht zu tun.

Unser innerer Schweinehund ist für sein Leben gern bequem – und bremst uns dadurch schnell aus

Mir geht es oft so, dass ich mich dann zwar kurz ärgere, am Ende aber doch der bequeme Schweinehund die Oberhand gewinnt. Doch heute Morgen habe ich den Kampf gewonnen! Denn genau das ist es – ein Kampf. Ein Kampf gegen uns selbst, gegen unsere bequeme Natur. Viele Menschen in anderen Ländern dieser Welt würden alles geben für die Möglichkeiten, die wir haben. In Freiheit und ohne Angst Gottesdienst feiern zu dürfen, ist für viele Menschen ein unglaubliches Geschenk. Ich schäme mich, wenn ich dieses Geschenk so wenig wertschätze, nur damit ich eine halbe Stunde länger schlafen kann und ich bin mir sicher, Gott freut sich, wenn wir unseren Schweinehund überwinden und die Privilegien nutzen, die wir haben.
Und das Beste ist, dass wir Gott alles sagen können. Also auch, wie schwer es uns gerade fällt, in den Gottesdienst zu gehen oder Bibel zu lesen, dass wir müde sind oder unmotiviert. Und wir dürfen Ihn bitten, das zu ändern und uns neue Kraft, Energie und Motivation zu schenken.

Ich gebe zu, so ganz ist es mir nicht gelungen, taufrisch im Gottesdienst anzukommen. Doch rückblickend war es gut, dass ich meinen inneren Schweinehund überwunden und mich aus dem Bett und auf die Kirchenbank begeben habe. Ich habe mir neu vorgenommen, meinen inneren Schweinehund nun wieder kürzer an die Leine zu nehmen… damit aus dem „Nur noch 5 Minuten…“ vielleicht öfter mal ein „Auf geht’s!“ wird.

Wie überwindest du deinen inneren Schweinehund? Wo bremst er dich oft aus? 

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