Himmelslicht 26.02.17: Im Nebel des Lebens

Jeder von uns kennt dunkle und neblige Zeiten in seinem Leben. Zeiten, in denen wir den Boden unter den Füßen verlieren und kein Land mehr sehen. In solchen Momenten suchen wir nach etwas Verlässlichem, etwas Haltgebendem.

Christen finden diesen Halt in Gott. Wie ein starker Turm steht er in jedem Lebenssturm an der Seite der Menschen, die an ihn glauben. Er bietet Zuflucht, Schutz und Trost. Im Psalm 32 sagt David in Vers 2: „Du, Gott, bist mein sicherer Zufluchtsort, mein Schutz in Zeiten der Not. Wohin ich mich auch wende – deine Hilfe kommt nie zu spät. Darüber juble ich vor Freude“ (Neue Genfer Übersetzung). Das gibt Kraft und hilft, schwere Krisen zu überstehen.

himmelslicht-lichtfarben-nebel

Doch auch Christen fragen in schwierigen Zeiten manchmal nach dem Sinn. Im Römerbrief Kapitel 8 Vers 28 heißt es: „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen (…)“ (Lutherbibel). In Krisenzeiten kann es schwierig sein, diesem Satz Glauben zu schenken. Warum lässt Gott dieses Leid zu? Warum muss mir dies geschehen? Wie soll mir das zum Besten dienen, wozu soll das gut sein? Nicht immer gibt es darauf sofort eine direkte und klare Antwort. Und oft verstehen wir Gottes Wege erst viel später oder auch gar nicht.

Doch manchmal merken wir erst im Nebel des Lebens, wie abhängig wir von Gott sind. Wenn es uns gut geht und alles in unserem Leben glatt läuft, sind wir in Gefahr, überheblich zu werden und zu glauben, unser Leben wäre ohne Gott besser. Dann laufen wir selbstbewusst los und merken dabei vielleicht gar nicht, wenn wir den falschen Weg nehmen. Manchmal brauchen wir dann ein wenig Nebel um uns herum,  um wieder auf den richtigen Weg zurückzufinden. Vielleicht stellt sich Gott uns manchmal bewusst in den Weg. Vielleicht gibt er uns die so Chance, inmitten des Nebels seine Liebe und Treue zu erfahren. Dazu müssen wir loslassen. Unsere Ängste, Sorgen, Zweifel und Nöte im Gebet an Gott abgeben, ihm die Kontrolle darüber überlassen und darauf vertrauen, dass er alles zu einem guten Ende führen wird. Das ist nicht leicht und erfordert Mut. Doch Gott selbst will der Leuchtturm sein, der uns wieder ans sichere Ufer bringt. Er spricht in Psalm 32 Vers 8: „Ich will dir den Weg zeigen, den du gehen sollst. Ich will dir raten und dich behüten.“ (Neues Leben)

Wer steuert dein Lebensschiff durch neblige Zeiten?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.