Himmelslicht 26.03.2017: Eine Zeit der Ruhe

Wann hast du dir das letzte Mal bewusst Zeit für dich genommen? Zeit für Dinge, die du gern tust? Die vielleicht objektiv gesehen auch gar keinen Sinn machen, weil sie kein sichtbares Resultat hervorbringen?


Mir fällt das oft sehr schwer. In meinem Denken geht es viel um Effektivität, darum, jede Sekunde möglichst sinnvoll zu nutzen und am Ende ein Resultat in den Händen zu halten. Scheinbar sinnfreie Dinge zu tun, fällt mir daher nicht leicht.
Auch eine Pause ist für mich schwierig. Oft habe ich nämlich das Gefühl, keine verdient zu haben. Da gibt es noch zu viele offene Punkte auf meiner To-Do-Liste, eine Pause kann ich mir da nicht leisten!

Prediger 3,1-15 macht uns eindrucksvoll klar, dass alles im Leben seine Zeit hat – das heißt, auch die scheinbar uneffektiven Phasen haben ihre Zeit.
Das bedeutet, manchmal die Dinge auch gut sein zu lassen, wie sie gerade sind. Selbst Gott ruhte nach der Erschaffung der Welt am siebten Tage aus, nachdem er feststellte, dass eine Schöpfung sehr gut war. In Hebräer 4,10 heißt es: „ Wer in Gottes Ruhe hineingekommen ist, wird sich von seiner Arbeit ausruhen, so wie auch Gott nach der Erschaffung der Welt geruht hat.“ Und Jesus selbst hält seine Jünger zum Ausruhen an:

„Darauf sagte Jesus: „Kommt, wir ziehen uns an einen einsamen (ruhigen) Ort zurück, wo ihr euch ausruhen könnt.“(…) (Markus 6,31)

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Auch Ausruhen hat seinen Sinn und seine Zeit.

Gott möchte nicht, dass wir uns rast- und ruhelos totarbeiten. Er misst unseren Wert nicht an unserer Effektivität oder ob wir durch unser Handeln in jeder Sekunde messbare Ergebnisse produziert haben. Im Gegenteil, er wünscht sich, dass wir regelmäßig zur Ruhe kommen und uns Zeit nehmen, neue Kraft zu sammeln. Wie wir diese Ruhephasen gestalten, kann sehr individuell sein. Für den Einen ist es ein Bad in der Wanne, für den Anderen Musik hören, ein gutes Buch oder etwas Sport. Sehr bereichernd kann es sein, in einer wirklich ruhigen Minute (Stunde), im Wort Gottes zu leben und zu Gott zu beten. Denn nur, wenn wir Ruhe haben, sind wir wirklich aufnahmefähig für das, was Gott uns sagen will und können darüber nachdenken. So können wir ruhige Momente bewusst nutzen, um in Gottes Gegenwart unsere Kraftspeicher wieder zu füllen, uns über das zu freuen, was wir alles geleistet haben und uns neu auszurichten auf das, was noch vor uns liegt.

Wir dürfen Jesu Einladung folgen:

„Dann sagte Jesus: „Kommt alle her zu mir, die ihr müde seid und schwere Lasten tragt, ich will euch Ruhe schenken.“ (Matthäus 11,28)

In diesem Sinne: einen geruhsamen Sonntag! 🙂

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