"Ja, ich will" – oder "Ja, mit Gottes Hilfe"???

Vor einigen Wochen habe ich „Ja, ich will“ gesagt – zu meinem Traummann, vor meinen Lieben als Zeugen. Eine Entscheidung für’s Leben, die ich aus tiefstem Herzen und in vollster Überzeugung, dass sie richtig ist, getroffen habe. Ich habe entschieden, denn ich bin mir sicher und ich bestimme ja schließlich auch allein über mein Leben – oder eben doch nicht?

img_20150130_161900In diesem Fall mag ich die kirchliche Antwort auf die Frage aller Frage lieber als die offiziell staatliche, denn dort wird die entscheidene dritte Komponente in einer (christlichen) Ehe mit einbezogen. Die „richtige“ Antwort (wenn man nicht dramatisch-filmreif vom Altar flüchten will) lautet dort: „Ja, mit Gottes Hilfe.“
Denn genauso ist es doch: Wir sind zwar Bestimmer über unser Leben, haben unseren eigenen Kopf und einen freien Willen, doch wenn wir mit Jesus leben, dann geben wir unser Leben in seine Hand, lassen ihn unseren Lebensweg prägen, fragen nach seinem Willen und vertrauen auf seine Hilfe.

Jakobus 4, 13-15 sagt dazu:

Nun zu euch, die ihr sagt: »Heute oder spätestens morgen werden wir in die und die Stadt reisen! Wir werden ein Jahr lang dort bleiben, werden Geschäfte machen und werden viel Geld verdienen!« Dabei wisst ihr nicht einmal, was morgen sein wird! Was ist schon euer Leben? Ein Dampfwölkchen seid ihr, das für eine kleine Weile zu sehen ist und dann wieder verschwindet. Statt solche selbstsicheren Behauptungen aufzustellen, solltet ihr lieber sagen: »Wenn der Herr es will, werden wir dann noch am Leben sein und dieses oder jenes tun.«
Vor meinem „Ja, ich will“, habe ich viel gebetet und Gott um seinen Rat und seine Meinung zu meinem jetzigen Mann gebeten – ist er wirklich der Richtige? Erst nach dieser Abstimmung mit Gott habe ich meine Entscheidung laut vor Staat, Trauzeugen und Ehemann bekräftigt.
Gott möchte uns nicht unsere eigenen Entscheidungen oder unseren freien Willen rauben – aber er freut sich darüber, wenn wir diese mit ihm abstimmen und uns nach ihm ausrichten. Vielleicht verstehen wir seine Wege manchmal nicht oder haben Angst, dass Gottes Pläne für uns nicht unseren eigenen entsprechen. Manchmal wissen wir auch einfach nicht, was die Zukunft uns bringt oder wo wir in nächster Zeit sein werden. Dann brauchen wir das Vertrauen darauf, dass Gott nur das Beste für uns möchte.Also, was sagst du: „Ja, ICH will“ oder „Ja, mit GOTTes Hilfe“?!

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